Tierisch heiß im Wildpark Schwarze Berge

Puh, ist das heiß! Nicht nur die Menschen stöhnen, auch die Tiere im Wildpark Schwarze Berge haben unter den extremen Temperaturen zu leiden. Grund genug für die Tierpfleger in der Parkanlage vor den Toren Hamburgs, mit dem Wasserschlauch in der Hand, die ein oder andere Sonderschicht einzulegen. Für die Wildschweine gibt es regelmäßig eine kalte Dusche, damit sie sich im Schlamm suhlen können: Die nasse Erdschicht schützt ihre Haut vor Verbrennung. Eine Strategie, die auch das Rotwild anwendet – die Herde nutzt Schlamm ebenfalls als Schutzschild gegen die brennenden Strahlen vom Himmel. Als wahre Genießer einer kalten Brause entpuppen sich auch die Raben. Obwohl sie in den Teichen und Becken das Parks baden können, ziehen sie es vor, von den Tierpflegen abgeduscht zu werden. „Die meisten Tiere suchen den Schatten, vor allem in der Mittagshitze“, erklärt Reviertierpfleger Sebastian Müller. Die Wölfe ziehen sich dann in ihre Höhlen zurück. Fuchs und Dachs, Schottische Hochlandrinder und Luchse – sie alle halten sich am liebsten unter den schattenspendenden Bäumen auf. Sogar die Schlange, die ansonsten ja gerne warme Steine mögen, verkriechen sich um die Mittagszeit.

Wahre Hitzefans hingegen sind die Zwergotter. Sie freuen sich wie wild über die 30 Grad. In ihrer asiatischen Heimat ist es nicht anders. Brennt die Sonne doch mal zu sehr auf den Pelz, dann geht es einfach ab ins Wasser! Auch der liebste Platz der Bären ist momentan das große Wasserbecken. Zusätzlich bringen die Tierpfleger erfrischende Eisbomben aus Obst und Fisch. Die langbeinigen Störche haben ihre ganz eigene Taktik um sich vor Verbrennungen zu schützen: sie beschmieren ihre Beine mit flüssigem Kot. Der Kot schützt vor der Sonne und sorgt beim Verdampfen für eine Abkühlung. Das ist der gleiche Effekt als würde der Storch schwitzen.

 

Zwar hat der 50 ha große Wildpark durch die Waldabschnitte viele schattige Plätze, aber die anhaltende Trockenheit macht sich mittlerweile auch in der Pflanzenwelt bemerkbar. Daher herrscht auf dem ganzen Gelände – wie überall im Norden – Waldbrandgefahr. Grund genug um im Wildpark Schwarze Berge ein generelles Rauchverbot auszusprechen. „Es hätte katastrophale Folgen, wenn sich das trockene Holz entzünden würde, womöglich würden wir dann auch Tiere verlieren“, appelliert Geschäftsführer Arne Vaubel an die rauchenden Gäste des Parks. Rauchen ist nur an den gastronomischen Einheiten erlaubt.

Der Wildpark Schwarze Berge in Rosengarten-Vahrendorf ist ganzjährig täglich geöffnet. Von April bis Ende Oktober ist der Einlass von 8 – 18 Uhr. Von November bis Ende März hat der Wildpark von 9 – 16.30 Uhr geöffnet. Zu erreichen ist der Wildpark mit dem Bus (Linie 340) oder mit dem Auto (A7, Abfahrt Marmstorf).

Bild Bär: B. Blumenthal

Bild Storch: K. Ahrens, Wildpark Schwarze Berge

Bild Otter: J. Mohr

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